Eisenbahn
Die Eisenbahn bildet den Motor der Industrialisierung in Deutschland und wird häufig auch als erste industrielle Revolution bezeichnet. Während sich die britische Industrialisierung besonders in der Textilbranche bemerkbar macht, ist in Deutschland der Kreislauf von Stahlproduktion, Kohleförderung und Eisenbahnbau der entscheidende Faktor. Das Bahntrassennetz in Deutschland wird ab 1830 stetig ausgebaut. Für den Ausbau der Trassen wird Eisen benötigt, und um Eisen zu Stahl zu verarbeiten, braucht es Kohle. Hieraus entsteht ein enger Kreislauf, der sich stetig selbst verstärkt und bald eine industrielle Eigendynamik entwickelt. Das Ruhrgebiet wurde schnell zum Zentrum der Kohleförderung und hat mit der Firma Krupp einen wichtigen Stahlproduzenten vor Ort.